_G0B6230

Eigentlich war dieser Post gar nicht geplant. Ich habe ihn gerade eher spontan geschrieben und verbinde ihn jetzt mit den Fotos des No-Make-Up-Shootings mit meiner liebsten Sarah (hier kommt ihr zu ihrer Homepage).  Sarah, wie gesagt, du bist die Beste!!! Und nun zu dem, was die Überschrift schon einleitet:

Das Thema Schleichwerbung. Ich wurde jetzt schon öfter gefragt, was meine Meinung denn zu dem Thema sei. Hmm, eine sehr gute Frage. Es ist ein sehr kontroverses Thema. Daher muss ich erst einmal ein bisschen weiter ausholen….

Bloggen ist für mich unter anderem 1. über sich, 2. über das was man mag und 3. über das was man erlebt, berichten. Wenn man irgendwann eine gewisse Reichweite erreicht hat, d.h. viele Leute einem folgen., ist es natürlich so, dass Firmen bzw. PR-Agenturen einen kontaktieren und über deinen Kanal ihre Produkte platzieren möchten. Und jetzt kommt der Punkt. Authentizität. Ich kooperiere nur mit den Firmen, mit denen ich mich identifizieren kann und die ich gerne an euch weiterempfehle.

Die Klamotten, die ich zum Beispiel für eine Kooperation gesponsert bekomme, trage ich ja auch privat. Soll ich jetzt jedes Mal, wenn ich zum Beispiel eine gesponserte Nike-Hose trage, schreiben #sponsored? Ich habe mir ja auch schon Unmengen an Nike Klamotten selber gekauft … soll ich das jetzt jedes Mal trennen in #selbergekauft und #gesponsert?

Ich kann die Bedenken der Medien und Kritiker nachvollziehen. Niemand will einfach so irgendetwas aufgeschwatzt bekommen oder von Werbung überhäuft werden. Ich kann auch verstehen, dass man nicht jeden Tag ein Post sehen will, in dem ein und das selbe Produkt angepriesen wird. Aber wo ist für uns alle der Mehrwert, wenn man unter die Bilder #sponsored schreibt? Wenn ich zum Beispiel bei der Kooperation mit Hp schreibe, „Danke @hp für den Bungee-Sprung“ ist es doch eigentlich relativ deutlich, dass sie mir das ermöglicht haben und ich mich dafür bei Ihnen bedanke, oder? Diese Aktion fand ich einfach supercool von Hp und mich hat es gefreut dabei sein zu dürfen. Klar ist es eine Marketingstrategie und die Firma möchte Aufmerksamkeit wecken. Das ist doch aber überall der Fall. Auf Plakaten an der Bushaltestelle, in Zeitschriften oder im Fernsehen. Man wird an jeder Ecke beeinflusst. Man sieht das Produkt und denkt sich „oh cool, darüber möchte ich mehr erfahren“ oder man fühlt sich nicht angesprochen und denkt nicht weiter darüber nach.

Ich schreibe auf meinem Blog, so wie auf Instagram oder Facebook nur über Dinge, die ich mag – hinter denen ich persönlich stehe. Und wenn ihr mir in dem Sinne „vertraut“ oder ihr euch mit mir identifizieren könnt, ähnliche Dinge schön/cool findet, dann freue ich mich, wenn ihr mich durch mein Leben begleitet. Klar werdet ihr auf meinem Blog, Instagram etc. beeinflusst, aber ihr könnt euch sicher sein, dass ich als Person dahinter stehe.

Ich finde, dass dieser Hashtag #sponsored eher negative Assoziationen weckt. Es wirkt einfach nicht so authentisch. Man denkt sich „Och ne, die doofe Kuh, das macht sie bestimmt nur, weil sie was dafür bekommt“. Und dieses Gefühl möchte ich nicht wecken! Ich möchte euch mit durch mein Leben nehmen. Ich freue mich, wenn ich den einen oder anderen inspirieren oder (sporttechnisch) motivieren kann.
Ich stehe zu allem, was ich poste. Ich möchte euch bestimmt keinen Mist andrehen!!! Die Produkte, die ich trage, mag ich. Ich folge ja auch vielen verschiedenen Menschen, die mich interessieren, inspirieren oder Freude machen.

Als Beispiel: Wenn ich bei einer anderen Bloggerin eine Hose cool finde, mich inspirieren lasse und sie mir womöglich nachkaufe, ist es doch egal ob sie die von Zara gekauft hat oder von Marke „xy“ gesponsert bekommen hat. Ich finde die Hose cool! Das ist doch der ausschlaggebende Punkt, oder? Hab ich mich jetzt beeinflussen lassen? Ja! Klar, aber warum lese ich denn auch Blogs oder Zeitschriften? Weil ich mich inspirieren und beeinflussen lassen will.

Also, ich versuche jetzt mal zum Punkt zu kommen… Vielleicht habe ich jetzt wieder eine riesige Diskussion eingeleitet, aber das ist mein Statement zu dem Thema #Sponsored. Ich hoffe ihr versteht mich und könnt nachvollziehen, was ich ausdrücken möchte.

Schreibt mir ansonsten zu dem Thema auch gerne Mails.

An dieser Stelle danke ich auch euch allen für die lieben Kommentare, Mails, Facebooknachrichten und Snaps. Ihr seid die Besten!

Ich wünsche euch einen schönen Abend,

eure Caro
_G0B6312

Comments (26)

  • Nadine
    June 17, 2015

    Sehr schön auf den Punkt gebracht! Deine Meinung find ich absolut gerechtfertigt. Die Leute müssen dir ja nicht folgen, sondern wollen es. Und wenn du hinter allem, was du tust stehst, dann ist es auch authentisch! 🙂

    • caroline
      June 18, 2015

      Danke Nadine!!!!! Freut mich wirklich!

  • xaleymay
    June 17, 2015

    Hi Caro,

    Großartig! Endlich äußert sich eine Bloggerin ehrlich zu dem Thema, das viele die dir folgen sicherlich beschäftigt! Ich finde es toll, dass du dich dem Thema widmest, da dies einfach die Fragen beantwortet, die sich viele stellen und ich finde du hast es auf den Punkt getroffen!

    Ich bin nicht eine der aktivsten instagrammer und bloggerfolger, aber dieser Beitrag von dir hat mich irgendwie festgehalten. Dieser Post macht nochmal deutlich, das du natürlich und normal geblieben bist (du beschäftigst dich mit deinen followern und machst dir Gedanken, welche Fragen egal ob positiv oder negativ sie sich stellen).

    Vielen Dank, dass du eine von wenigen bist, die natürlich und ehrlich beim erfolgreichen bloggen geblieben sind und auch mal Klartext redest!

    Hut ab dafür :)!

    Viele Grüße

    Alex

  • Nora
    June 17, 2015

    Liebe Caro,

    mit dem Blogpost hast du glaub alles gesagt, was es zu dem Thema zu sagen gibt!

    Dein Satz „Klar, aber warum lese ich denn auch Blogs oder Zeitschriften? Weil ich mich inspirieren und beeinflussen lassen will.“ tritt einfach den Nagel auf den Kopf.

    Danke für diesen tollen Blogpost – mach weiter so, du bist nämlich sehr authentisch 🙂

    Liebe Grüße,

    Nora

    • caroline
      June 18, 2015

      Liebe Nora, sehr lieb, dass du dir Zeit genommen hast, den Post zu lesen und sogar noch ein Kommentar zu schreiben! :*

  • Sandrasummer
    June 18, 2015

    Du hast vollkommen recht. So lange du es nicht nur für die Werbung tust sondern dahinter stehst, ist es genauso, wie wenn die Hose nicht geschenkt wäre, weil es trotzdem noch dein Style ist und du vielleicht die Hose eh gekauft hättest.

  • Fashionindividual
    June 18, 2015

    Sooo ein toller und ehrlicher Post Caro :* Du kannst stolz auf dich sein!

    • caroline
      June 18, 2015

      Oh Danke :* Das ist lieb von dir Jenni :****

  • Katja
    June 18, 2015

    ?? kann mich den Kommentaren nur anschließen!

  • Jenny
    June 18, 2015

    Liebe Caro,

    ich finde deine Einstellung zu dem Thema sehr gut! Ich vertrete deine Meinung. Ich stimme dir zu wenn du sagst, dass der hashtag „sponsored“ eventuell genau das Gegenteil damit erreicht was du eigentlich ausdrücken möchtest. Jeder der dir auf instagram folgt oder der deinen Blog liest, ist schließlich interessiert an dir und findet es auch inspirierend wenn du Prdoukte vorstellst. Ich lasse mich gerne von dir inspirieren und auch gerade was den Sport betrifft motivieren.

    Liebe Grüße

    Jenny

  • Jenny
    June 18, 2015

    Liebe Caro,

    ich folge dir jetzt schon seit längerem und du wirst mir wirklich immer sympathischer! Deine snaps könnte ich Stundenlang anschauen – du bist einfach du selbst!

    Ich finde es so schade, dass so viele Menschen so ein Thema negativ kritisieren. Von nichts kommt nichts. Und ohne kooperationen wäre dein Blog vermutlich nicht ganz so erfolgreich wie er es jetzt ist. Irgendwie müssen manche Dinge eben finanziert werden. Ich finde es toll und freue mich über solche Kooperationen, so kann ich auch mal neue Labels entdecken oder lasse mich, so wie du auch, einfach inspirieren!

    Also beide Daumen hoch für deine Einstellung und das du uns so an deinem Leben und deinen Gedanken Teil haben lässt 😉

    Liebste Grüße aus München,

    Jenny

  • Alex
    June 18, 2015

    Trifft es ziemlich gut! Aber ich finde es auch verständlich, wenn Blogger die Gegenstände die sie gesponsert bekommen haben (zumindest in Blogposts, vielleicht nicht auf Instagram oder so) kennzeichnen. Hier in Holland ist das übrigens gesetzlich festgelegt, und jeder Blogger muss es machen, egal ob er ein Produkt umsonst bekommen hat oder Geld für den ganzen Post…aber ich stimme dir zu, wenn man das dann privat noch mal trägt, und in einem Outfit einbaut, wäre es doch Quatsch, das noch mal als gesponsert zu kennzeichnen!?

    Liebe Grüße!

  • Ena
    June 18, 2015

    Endlich mal ein toller und ehrlicher Post! Ich finde, ab einer gewissen Reichweite wird man einfach gesponsert und Zeitschriften und auch Promis beeinflussen uns doch auch und meiner Ansicht nach, ist das mit Blogs und Instagram auch nicht anders.

    Natürlich lese bzw. sehe ich mir auf Instagram auch gerne persönliche Bilder an, doch wenn man hinter einem Produkt steht, dann ist für mich das kein Problem 🙂

    Hab einen schönen Abend 🙂

  • Marisa
    June 19, 2015

    Ein richtig toll geschriebener Post! Ich finde dich von Anfang an super authentisch.

    Und die Bilder sind zudem ein Traum ♥

  • Anonymous
    June 19, 2015

    Richtig gut auf dem Punkt gebracht

  • Myriam
    June 25, 2015

    Ich glaube, du hast einen ganz wichtigen Punkt angesprochen: Wir werden überall von Werbung überhäuft, nicht nur auf Blogs, sondern auch im TV, Zeitschriften oder auf Plakatwänden. Filmproduktionen bekommen auch Autos etc gestellt und Moderatorinnen werden von Designer ausgestattet, das steht dann auch nur in Schriftgröße 8 im Abspann.

    Ich glaube auch, dass viele Blogger, ich würde schon sagen die meisten, größtenteils nur Dinge testen und mit Unternehmen kooperieren, die eine Übereinstimmung mit den Interessen des Bloggers haben. Alles andere ist nicht langfristig und nachhaltig gedacht. Und dass man mal außer der Reihe was testet, was eigentlich nicht zum Blogthema passt, ist auch legitim.

    Vielleicht sollten wir uns einfach mal locker machen und nicht drauf anspringen, wenn die ÖR mal mit Dreck werfen.

    Auf Blogs kann man halt Produkte viral bewerben und viele Leute erreichen. Das ist die Zukunft und das wird wahrscheinlich TV und Print nerven, weil die ihre Werbekunden davon laufen sehen, die sich mal in die spannende Zusammenarbeit mit Bloggern stürzen und was Neues ausprobieren wollen.

    LG Myriam

    • caroline
      June 25, 2015

      Hallo Myriam, sehr cooles interessantes Statement! DANKE, dass du dir Zeit genommen hast den Post zu lesen und zu kommentieren! KUSS Caro